|
 |
Gerardo Vila wurde
1964 in Buenos Aires geboren. Schon im frühen Alter begann er
seine Studien und zeigte schon schnell sein aussergewöhnliches
Talent und seine grosse künstlerische Begabung. Als Zwölfjähriger
trat zum ersten Mal öffentlich auf. Er studierte Klavier bei
Maria Teresa Criscuolo und Kammermusik bei Ljerko Spiller.
Sehr bald entwickelte er eine intensive Konzerttätigkeit in seinem
Land. Er trat in wichtigen Konzertsälen wie u.a. im Theater Colón
und im Theater Opera auf, wo er ein Klavierrezital (organisiert vom
"Mozarteum Argentino") gab. Die Kritik reagierte schnell
auf den neuen Pianisten und schrieb in der Zeitung "Clarín":
"Gerardo Vila: ein Versprechen..."
Zwischen 1980 und 1984 erhielt er sechs Erste Preise an Klavierwettbewerben,
darunter den Preis "Vicente Scaramuzza", der ihm erlaubte,
als Zwanzigjähriger, mit dem Diplom eines "Profesor Nacional
Superior de Piano" und mit einer bereits reichen musikalischen
Erfahrung ausgestattet, die Reise nach Europa zu unternehmen, um seine
Studien und seine Karriere fortzusetzen. So wurde Vila 1985 unter
40 Pianisten aus der ganzen Welt von der renommierten Pianistin Maria
Tipo ausgewählt, um bei ihr am Konservatorium in Genf zu studieren.
|
Zwei Jahre später erhielt
er die höchste Auszeichnung: den "Premier Prix de Virtuosité
avec Distinction" und ebenfalls den speziellen Preis "Henry
Broillet".
Aber Vila studierte weiter und besuchte die Meisterklasse von Karl
Engel am Konservatorium in Bern. Er nahm auch an verschiedenen Meisterkursen
teil mit renommierten Pianisten wie u.a. Tatiana Nikolajewa, Vlado
Perlemuter, Gyorgy Sandor, Maurizio Pollini und Luiz de Moura Castro
und bekam zahlreiche Auszeichnungen wie das "Diploma di Merito"
an der "Accademia Musicale Chigiana" in Siena und den "Preis
des besten Interpreten" in Gerona.
Als Vila für Castro die h-Moll Sonate von Liszt spielte, war
dieser sehr beeindruckt und sagte: "Es war die beste Liszt-Sonate
die ich von einem jungen Pianisten je gehört habe ".
Seitdem entwickelte er eine zunehmend intensive internationale Konzerttätigkeit
und spielte in ganz Europa, den USA und Südamerika. Er war auf
zahlreichen Tourneen unterwegs und trat in wichtigen Konzertsälen
wie u.a. Teatro Colón/Buenos Aires, Palau de la Música/Barcelona,
Piccolo Teatro di Milano, Teatro d'Europa, Espace Pierre Cardin/Paris,
Roma Theater/Warschau, Kleine Musikhalle/Hamburg, Alte Oper/Frankfurt
a.M., Kaufleutensaal/Zürich, University Hall/Helsinki, Omni Hall
of Mirrors/Cincinnati, Casino Bern, Casino Kursaal/Interlaken, Max-Joseph-Saal
der Residenz/München, Fondation Pierre Gianadda/Martigny, Saal
der Slovakischen Philharmonie Bratislava, Herkulessaal/München...
Vila gewann zahlreiche Preise bei internationalen Klavierwettbewerben,
u.a. den ersten Preis einstimmig "Maria Canals" in Barcelona,
1989 wo er anschliessend das 2.Klavierkonzert von Johannes Brahms
im "Palau de la Musica" spielte.
Er erhielt ebenfalls den 2.Preis "Alessandro Casagrande"
in Terni/ Italien und den 2.Preis "1989 World Piano Competition"
in Cincinnati/USA.
Als Solist trat Vila mit renommierten Orchestern wie "Orchestre
de la Suisse Romande", "Orquesta Ciutat de Barcelona",
"Janacek Philharmonie Ostrava", "Dresdner Philharmonie",
"Orchestre de Chambre de Lausanne" und "Berner Symphonieorchester"
auf; unter der Leitung von bekannten Dirigenten, u.a. mit Arpad Gerecz,
Jun Märkl, Albert Rosen, Frank Cramer, Dennis Burkh, Jörg
Peter Weigle, Miguel Gómez Martínez, Christian Arming,
Laurent Gendre und Carlos Kalmar.
Mit dem Berner Symphonieorchester übernahm Vila 1991 die späte
Erstaufführung in Bern von "Réveil des Oiseaux"
von Olivier Messiaen. Der "Berner Zeitung" schrieb: "...einmal
mehr bewies der hochsensible Künstler seine technische Ueberlegenheit
und seine Uebersicht".
Vila nahm mit grossem Erfolg an internationalen Musikfestspielen und
Festivals: u.a. in Luzern, Lissabon, Gstaad, Cannes, Maracaibo und
Bratislava teil.
In Bratislava spielte Vila 1992 als Solist das 3.Klavierkonzert von
Beethoven. Die Kritik schrieb in der Zeitung "Vecernik":
"...unter den Pianisten des Festivals war der Künstler
Gerardo Vila der Höhepunkt".
An den Internationalen Musikfestwochen in Interlaken interpretierte
Vila 1993 das 1.Klavierkonzert von Frédéric Chopin mit
der Dresden Philharmonie Orchester unter der Leitung von Jörg
Peter Weigle. Nochmals wurde er von der Presse gelobt, die Zeitung
"Der Bund" schrieb: ..."Für die Interpretation
von Chopins e-Moll Klavierkonzert stand ein Pianist zur Verfügung,
der durch seine kultivierte, hochmusikalische und emotionell äusserst
überlegene klavieristische Ausdrucksweise stets neu überraschte"...
Er hatte das Privileg, von seinem ex-Maestro, dem renommierten Pianisten
Karl Engel, eingeladen worden zu sein, um mit ihm in Klavierrezitals
zusammen aufzutreten (Solistisch und vierhändig).
Auch ein Privileg war die Teilnahme an zahlreichen Tourneen und Konzerten
mit der Camerata Lysy, wo er auch mit Sir.Yehudi Menuhin spielen dürfte.
Als Kammermusiker übte er eine intensive Tätigkeit aus und
spielte mit renommierten Musikern, wie Alberto Lysy, Marcio Carneiro,
Gyula Stuller, Ana Chumachenco, Thomas Friedli, Patrick Demenga, Karl
Engel...
Er war auch Mitglied der Gruppe "Tango 7" und mit der Sängerin
Milva und dem Bandoneonisten Daniel Binelli war auch auf zahlreichen
Tourneen unterwegs.
Im Jahr 2000 erhielt er eine Auszeichnung als "Miembro Invitado
del Consejo Argentino de la Música" und "Conseil
International de la Musique, Unesco" (in Buenos Aires) als Annerkennung
für seine künstlerische Tätigkeit.
Als Solist spielte Vila 1999 das 4.Klavierkonzert von L.v. Beethoven
mit dem "Orchestre de Chambre de Lausanne" und Christian
Arming, mit Uebertragung auf RSR-Espace 2, und ein Rezital mit Klaviermusik
aus Lateinamerika für die Berner Studiokonzerte mit Direktübertragung
auf DRS2. 2003 spielte er als Solist mit dem Berner Symphonieorchester
und Carlos Kalmar die bernische Erstaufführung des zweiten Klavierkonzertes
von Nikolai Medtner. Die Kritik schrieb: "...Der in Bern
wohnhafte Argentinier Gerardo Vila glänzte mit einer mustergültigen
Interpretation des technisch anspruchsvollen Werks... Zu Recht war
Vila der gefeierte Star des Abends".
Im Jahre 2005 spielte Vila das Klavierkonzert von Robert Schumann
im Herkulessaal in München unter der Leitung von Alejandro Vila,
und ein Jahr später das Klavierkonzert, KV 459, von W.A. Mozart
im Rahmen des „VII Festival del Nuevo Mundo“ in Venezuela
und auch beim Zyklus „Kammerkonzerte im Schloss“ in Darmstadt.
Als Klavierpädagoge unterrichtete Vila zwischen 1997 und 2003
in den Sommerkursen in Schässburg, Rumänien; und 2001 und
2006 in Venezuela an der „Academia del Nuevo Mundo“.
Seit 1991 unterrichtet er in den Klassen für Berufsmusiker des
Konservatoriums in Neuenburg. Vila wird als Experte für Klavierprüfungen
(auf Hochschulniveau) an verschiedene Schulen eingeladen, wie beispielsweise
an das Conservatoire de Genève und das Conservatoire de Fribourg.
Neben seiner internationalen Konzertlaufbahn, wird er regelmässig
als Klavier- und Kammermusiklehrer eingeladen, um Meisterkurse in
verschiedenen Ländern Europas und Lateinamerikas abzuhalten.
Im Jahre 2007 wird Vila in zahlreichen Konzerten und Meisterkursen
anzutreffen sein: u.a. an der "Académie Musicale de Morges",
beim “VIII Festival y Academia del Nuevo Mundo” in Venezuela,
am "Mozarteum de Caracas" und beim "Aruba Piano Festival",
wo er auch als Jury-Mitglied am Klavierwettbewerb für junge Pianisten
teilnehmen wird.
Vila spielte zahlreiche Rundfunk- und Plattenaufnahmen ein: u.a. für
die Firmen Vde-Gallo Lausanne/Schweiz, Zytglogge Bern/Schweiz und
Vox/USA. |
|
|